Karl Barth - ein Theologe für Agnostiker

9. Mai 2019 - 19 Uhr - Wuppertal

Dr. Frank Hofmann (Chefredakteur: "Andere Zeiten") hält seinen Vortrag in der Hochschul- und Landesbibliothek, Raum 3, Missionsstraße 13, 42285 Wuppertal.

Karl Barth – ein Theologe für Agnostiker
50 Jahre nach Karl Barths Tod ist es an der Zeit, das Werk des großen Denkers abseits der üblichen Deutungsmuster und Verengungen zu sein. Barth war alles andere als ein christozentrischer Dogmatiker, er war zu allererst ein Theologe, der den Mut hatte, Gott wieder groß zu denken. So groß, dass selbst Agnostiker – wie beispielsweise Martin Walser – anerkennend sagen: Ja, so gesehen, hat das Wort Gott einen Sinn. Und auch der darauf aufbauende Teil der Barth’schen Theologie verdient eine Neubewertung, bei der sich seine Aktualität gleich auf zweifache Weise beweist: Zum einen zeigt seine Lehre vom Wort Gottes zum Teil verblüffende Parallelen zur modernen Sprachphilosophie, zum anderen vermag seine Bestimmung von gelingender Kommunikation gerade für die gegenwärtigen Verständigungskrisen wertvolle Impulse geben.


Dr. Frank Hofmann
ist Chefredakteur des gemeinnützigen Vereins „Andere Zeiten“, der vor allem durch den Kalender „Der Andere Advent“ bekannt geworden ist. Hofmann studierte vor 35 Jahren in Düsseldorf Philosophie, um seinen Atheismus besser begründen zu können – und begann vor sechs Jahren in Marburg ein Studium der Theologie, das er gerade mit einer Dissertation zum „Wort Gottes“ abschloss. Seine philosophische Dissertation zum Wahrheitsbegriff wurde 1988 mit dem Drupa-Preis der Messe Düsseldorf ausgezeichnet. Hofmann, 56, lebt mit seiner Familie in Hamburg.